Sozial- und wirtschaftspolitische Betrachtung des Dorfes Appenzell 1910 – 1960

Konzept

Oral History Untersuchung anhand des Beispiels Ried und Dorfkern Appenzell mit Schwerpunkt Textilindustrie

Ansatz und Fragestellung

  • Darstellung wirtschaftlicher und sozialer Aspekte des Dorflebens in den Jahren 1920 bis 1960.
  • Welche Berufstätigkeiten haben die Menschen ausgeübt (im speziellen Ried). Jede Brache wird einzeln betrachtet.
  • Welche Erfahrungen, Lebensgeschichten von lebenden und verstorbenen Personen aus dieser Zeit werden und wurden in den Familien mündlich weitergegeben? Wie wurde die Weltwirtschaftskrise bewältigt. Welche Überlebensstrategien wurden verfolgt? Wie wird diese Zeitepoche aus heutiger Sicht wahrgenommen?
  • Wirtschaftliche Bedeutung des Rieds in dieser Zeitepoche (Textilindustrie: Produktion, Vertrieb, Arbeitsplätze etc.).
  • Dringende erste Schritte: Sicherung des tradierten Wissens, Sicherung von Dokumenten, Fotos, Gegenständen etc..
  • Sammlung von Daten zu Schicksalen, Lebensläufen von Einzelpersonen als Zeugen ihrer Zeitepoche.

Zielsetzung

  • Gemeinsames Sammeln und Vermitteln von historischem Wissen unter Einbezug der Bevölkerung. Erhebung von überliefertem Wissen als Ergänzung zu schriftlichen Quellen: Populärwissenschaftlicher Ansatz zur Förderung des geschichtlichen Interesses.
  • Vermittlung von Kenntnissen zur lokalen neuzeitlichen Geschichte mit Schwerpunkt soziale und wirtschaftliche Aspekte. Wie hat sich Appenzell aus der Sicht eines einzelnen betroffenen Dorfbewohners dargestellt.

Vorgehen

Die Oral History Untersuchung soll in Teamarbeit gemacht werden. Eine breite Unterstützung ist unbedingt notwendig (Behörden etc.). Freiwillige werden gesucht als Lieferanten von tradiertem Wissen, ebenso für die Sicherung der Daten und Gegenstände. Die Untersuchung kann bedingt als dringend betrachtet werden, zumal das Wissen zum grossen Teil nur mündlich vorhanden ist und schnell in Vergessenheit geraten kann. Zudem muss damit gerechnet werden, dass mögliche Dokumente, Gegenstände, die aus heutiger Sicht als unbedeutend angesehen werden, vernichtet werden könnten.

  • Interviews mit Tonband – Erstellung von schriftlichen Protokollen
  • Erstellen eines Inventars anhand von Interviews, Dokumenten, Fotos etc.
  • Mögliche Untersuchung mit Fallbeispielen (Hasenfabrik etc.)
  • Über den Stand der Untersuchungen wird regelmässig im Internet berichtet.
  • Zielsetzung: Abschlussbericht.
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